Erste Auslandsgruppe der Rudolf-Eberle-Schule: 15 Schülerinnen und Schüler absolvieren Praktikum in Malta

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Im Rahmen des EU-Förderprogramms Erasmus+ verbrachten Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs II 16 Tage auf der Mittelmeerinsel – mit rund 80.000 Euro Unterstützung aus Brüssel.

BAD SÄCKINGEN. Die Rudolf-Eberle-Schule hat im Frühjahr 2026 erstmals eine Schülergruppe im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+ ins Ausland entsandt. 15 Jugendliche des Berufskollegs II reisten für 16 Tage nach Malta, um dort Berufserfahrung in maltesischen Unternehmen zu sammeln. Das Programm wurde durch die Europäische Union gefördert; für die erste Tranche stellte die EU der Rudolf-Eberle-Schule rund 80.000 Euro zur Verfügung. Flug, Unterkunft und die Vermittlung der Praktikumsplätze wurden damit vollständig finanziert.

Malta ist ein EU-Mitgliedstaat im zentralen Mittelmeer mit rund 500.000 Einwohnern. Englisch ist neben Maltesisch offizielle Amtssprache, was den Einstieg in die Arbeitswelt vor Ort erleichterte. Die Insel verfügt über eine diversifizierte Dienstleistungswirtschaft, in der Tourismus, Immobilienbranche und internationale Unternehmen eine wichtige Rolle spielen – ein geeignetes Umfeld für kaufmännische Auslandspraktika.

Die 16 Tage umfassten eine Schulwoche unmittelbar vor den Osterferien sowie die gesamte Osterferienwoche. Die Schülerinnen und Schüler brachten damit bewusst auch einen Teil ihrer Ferienzeit ein. Untergebracht in Ferienwohnungen, organisierten sie ihren Alltag weitgehend selbstständig – für viele die erste längere Reise ohne Eltern. Zu Beginn wurden sie von Jan Voigt und Magnus Sauerborn begleitet, den Abteilungsleitern für das Berufskolleg an der Rudolf-Eberle-Schule. Sauerborn hat das Erasmus+-Programm an der Schule aufgebaut und koordiniert.

Die Jugendlichen waren in verschiedenen Branchen tätig: im Einzelhandel sowie in der kaufmännischen Verwaltung von Immobilien- und Hotelbetrieben. Im Mittelpunkt standen Bürotätigkeiten – von der Bearbeitung von Schriftverkehr und Unterlagen bis hin zur Pflege von Datenbanken und der Verwaltung von Objekten. Die Rückmeldungen der aufnehmenden Betriebe fielen durchweg positiv aus: Die Schülerinnen und Schüler hätten sich vorbildlich integriert und seien mit großem Einsatz bei der Sache gewesen.

Durchweg positiv fallen auch die persönlichen Berichte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus. Elisa Jashari, die in der Verwaltung eines Immobilienunternehmens eingesetzt war, schreibt rückblickend: „Ich habe nicht nur Neues gelernt, sondern mich auch persönlich weiterentwickelt, gerade weil es für viele von uns die erste Reise war, die man selbstständig machen musste.“ Besonders auffällig in allen Berichten ist die Herzlichkeit der Bevölkerung. „Die Menschen in Malta waren sehr offen und freundlich, was mir den Einstieg, trotz Sprachbarriere, sehr erleichtert hat“, so Jashari. Auch der Austausch mit Gleichaltrigen aus anderen europäischen Ländern, die sich ebenfalls im Rahmen von Erasmus+ auf der Insel befanden, wird von vielen Jugendlichen als bereichernd hervorgehoben.

Neben der beruflichen Erfahrung stärkten die Jugendlichen ihre Englischkenntnisse unmittelbar im Berufsalltag. Zurück in Bad Säckingen stehen sie nun vor ihren Abschlussprüfungen – und gehen diese nach übereinstimmender Aussage mit gesteigerter Motivation an.

Für die Rudolf-Eberle-Schule ist der Malta-Aufenthalt erst der Auftakt: Noch vor Ende des laufenden Schuljahres werden 15 weitere Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums für drei Wochen ins europäische Ausland reisen – ebenfalls im Rahmen von Erasmus+. Die Rudolf-Eberle-Schule setzt damit konsequent auf internationale Bildungserfahrungen als festen Bestandteil ihres Schulprogramms. Magnus Sauerborn zeigt sich mit dem Start des Programms sehr zufrieden. Aus seiner Sicht ist das Erasmus+-Projekt bereits in dieser frühen Phase ein voller Erfolg. Die positiven Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler ebenso wie der aufnehmenden Betriebe bestätigten, dass der eingeschlagene Weg richtig sei. Besonders wichtig ist für Sauerborn dabei, dass nicht nur berufliche Erfahrungen gesammelt werden, sondern auch der europäische Gedanke ganz konkret gelebt wird: durch Begegnungen, gegenseitiges Verständnis und den direkten Austausch junger Menschen über Ländergrenzen hinweg.

Hintergrund: Erasmus+

Erasmus+ ist das Bildungs- und Jugendprogramm der Europäischen Union. Es fördert unter anderem Auslandspraktika an beruflichen Schulen – inklusive Reise, Unterkunft und organisiertem Praktikumsplatz. Für die erste Schülertranche der Rudolf-Eberle-Schule stellte die EU rund 80.000 Euro bereit. Das Programm wurde an der Schule durch Abteilungsleiter Magnus Sauerborn aufgebaut und koordiniert.

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